Die Bareiss-Auszubildenden auf ihrem jährlichen Ausflug

Die Mitarbeiter sollen sich im Hotel Bareiss, auch wenn sie dort nicht urlauben, gleichwohl genauso wohlfühlen wie die Gäste. Das ist im Baiersbronner Ferienhotel oberstes Gebot. Für die 65 Azubis im Haus kam das Gebot  beim traditionellen jährlichen Lehrlingsausflug voll zur Geltung: Um sieben Uhr morgens bei einem opulenten Schlaraffenland-Frühstücksbuffet, wie es die Gäste jeden Tag genießen und wie es für die jungen Leutchen an diesem Morgen im historischen Morlokhof aufgebaut war.

Gute zwei Stunden ließen sich die angehenden Köche und Restaurant- wie Hotelfachleute Müslis, Joghurts, frische Früchte, Schinken, Würste, Käse, Rührei, „Hackis“, Brötchen und Laugencroissants schmecken, ohne ein gut gefülltes Glas Sekt zu verschmähen, das sie mit ihren beiden Chefs, Hermann Bareiss und Hannes Bareiss, auf diesen exklusiv ihnen gehörenden Tag hoben.

Ausgerüstet mit wanderfestem Schuhwerk ging‘s dann auf die Schwarzwaldhochstraße zum Naturschutzzentrum Ruhestein, von wo drei Ranger den Trupp in den dortigen Bannwald führten. Die meisten betraten zum ersten Mal ein Stück Natur, das seit hundert Jahren sich selbst überlassen ist. Vom bühnenreifen, dabei völlig echten dramatischen Landschaftsbild ließen sie sich ebenso beeindrucken, wie von der kundigen Führung, die über die arterhaltende Eigenkultivierung eines Bannwaldes informierte.

Mittags war Einkehr bei Kartoffelsuppe, Wurstsalat und Knackerle auf der Darmstädter Hütte. Anschließend ging‘s zu Kaffee und Kuchen ins benachbarte Obertal zum kürzlich eröffneten Kulturpark Glashütte Buhlbach. Dort hieß dessen Initiatorin und Vorsitzende des Fördervereins, Dora-Luise Klumpp, die „Bareissianer“ willkommen und staunte nicht schlecht, daß diese sich eine Zugabe nach der anderen erklatschten, nachdem man sich in Volksliedern eingesungen hatte - Lagerfeuerstimmung bei Heidelbeerkuchen mit Schlagsahne.

Nach ausgiebiger Führung durch den Kulturpark wechselte man ein letztes Mal das Lokal: zum Grillabend ins Panoramastüble in Schwarzenberg, wo „Löwen“-Patron Hermann Müller und seine Mitarbeiter die künftigen jungen Kolleginnen und Kollegen nach Strich und Faden verwöhnten. Daß nach drei und vier Stunden immer noch keiner aufbrechen wollte, läßt darauf schließen, daß das oberste Gebot der Stunde erfüllt war: Alle fühlten sich wohl. Wenn man das so sagen darf, sauwohl.

Baiersbronn-Mitteltal, Juli 2013