Bareiss Life


Bareissianer

Wissensdurstig, bildungshungrig - die Bareiss-Azubis fliegen aus

Wohin sonst die Gäste ausfliegen, flogen in diesem Jahr die Bareiss-Azubis zu ihrem traditionellen Azubi-Ausflug aus, der im Baiersbronner Ferienresort seit über 40 Jahren Tradition ist. Es ging ins Blumenparadies Sasbachwalden, ins malerische Kappelrodeck, ins womöglich noch malerische Straßburg und zur bildschönen Sattelei, laut Umfrage die beliebteste Wanderhütte der Umgebung.

Morgens um sieben, wenn die Welt für ausschlafende Urlauber eigentlich noch in Ordnung ist, gab’s zunächst Frühstück in der Sasbachwaldener „Talmühle“ bei der Kollegenfamilie Fallert, deren Juniorchef vor Jahren Praktikant im Bareiss war. Nach ausgiebiger Stärkung und einem kreislaufbelebenden Gläschen Sekt waren die wissensdurstigen70 jungen Leutchen fit für eine Geist- und Wassertaufe in der Brennerei Scheibel in Kappelrodeck, wo sie sich nicht nur über die Unterschiede und Identitäten von Geisten und Wässern und Bränden informierten. Sondern auch probieren konnten, was sie für gewöhnlich den Gästen servieren. Vom Kirschwasser bis zum Himbeergeist.

In Straßburg erwartete man den nicht nur bildungs-, sondern inzwischen wieder ganz wirklich hungrigen Trupp in der Klassiker-Weinstube „Chez Yvonne“ mit einem elsässischen Klassiker-Menü: Gänseleber, Schlachtplatte und Guglhupf von Vanilleeis. Dazu die Wein-Klassiker: Gewürztraminer und Riesling. Am späten Nachmittag, nach einem Bummel durch die Kapitale des Elsass, trat man die Heimfahrt an, zur hoteleigenen Sattelei. Hüttenwirtin Marina Thiebach und Küchenchef Oliver Steffensky begrüßten ihre Schutzbefohlenen mit großem Hallo, Erdbeerbowle, frisch gezapftem Pils und angeworfenem Grill, der bis in den späten Abend seine brutzelnden Dienste tat.

Es setzte sich fort, was bereits beim Frühstück begonnen hatte: ein unentwegtes Erzählen und Plaudern und Fachsimpeln. Dies auch mit den mitgefahrenen Chefs Hermann Bareiss und Hannes Bareiss, wozu in dieser Intensität, von den regelmäßigen Azubi-Gesprächen und Personalfesten abgesehen, nicht immer Gelegenheit ist im Jahr. Mit welcher Sympathie die „Bareissianer“ an den beiden Bareiss‘ hängen, entlud sich abends beim Apéro: „Ohne Hermann, ohne Hannes, wäre gar nichts los“, sang und skandierte das Team und ließ die Patrons lauthals hochleben. Zwei Jungköche, unvermittelt befragt, wer für sie das größte Vorbild sei, nannten nicht Berühmtheiten wie Adrià oder Vongerichten oder Thomas Keller. Bareiss-Küchendirektor Oliver Ruthardt, kam es unabgesprochen wie aus einem Mund. Und wenn ein paar Mädels sagten, „zuhaus‘ ist es doch am schönsten“, als sie in den Hüttenstuben Platz genommen hatten, läßt sich vorstellen, was die beiden Bareiss‘ an ihren „Bareissianern“ haben. Und umgekehrt.

Baiersbronn-Mitteltal, Juni 2014

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